Radtour nach Lobberich

Für heute hatten wir uns noch einmal eine richtig weite Fahrradtour vorgenommen. Lobberich war das Mittagsziel. Zurück ging dieser Plan auf einen Vorschlag von Peter, der mit dem Hotel Stadt Lobberich eine lohnende Adresse für die Mittagspause herausgefunden hatte. Da 74 Kilometer vor uns lagen, war der Start schon um 10.00 Uhr angesagt und pünktlich um diese Zeit erschien Peter vor meiner Haustür.

 

Ich hatte zwar schon eine Route ausgearbeitet, aber da Peter schon mal da war und es die ultimativ schönste Route sein sollte, durfte er heute die Führung übernehmen. So ging es teils auf Peters und teils auf meinen Pfaden Richtung Lobberich.

Nein es ging nicht mit dem Zug dorthin, aber ich kann auf der Ohlerbrücke natürlich nicht immer die gleichen Fotos schießen. Und so war mir die Diagonale den Zugschienen im Herbstlicht ein willkommenes Motiv zu Abwechslung. Siggi, Puri und Günter schlossen sich von hier aus an um dann am Finanzamt Mönchengladbach mit Gertrude, Heinz und Manfred die Gruppe zu komplettieren.

 

Borussia ist momentan mit dem Hotelbau immer noch eine Großbaustelle. So stellten uns die Bauarbeiten auch hier vor eine erste Aufgabe, denn unser Radweg war durch eine Straßenbaumaßnahme verschwunden. Zum Glück nicht vollständig. Mit Absteigen, Schieben und Vorbeizwängen an den Lastwagen ging es dann doch noch vorbei.

 

Über Hehn und durch den Hardter Wald erreichten wir Hehler. Im Zickzack-Kurs auf Peters Schleichwegen durchquerten wir die Rösler-Siedlung nach der wir dann eine kleine Pause einlegten.

Weiter auf schönen Nebenstrecken ging es über Ungerath zur L 371, die wir überquerten und uns dann steil hinab einen winzigen Pfad hinunterschwangen. Die einen neben, die anderen auf dem Fahrrad.

Parallel zum Kranenbach folgte jetzt ein absolut idyllischer Pfad, der uns nach Waldniel und auch durch diesen Ort führte. Landschaft und Niederrhein pur bis St. Anton, wo wir der Straße mit gut ausgebautem Fahrradweg nach Dilkrath folgten und über das Heidend meinen Geburtsort Boisheim erreichten. Auf der Streckenführung am Ende dieses Berichts ist dieses Teilstück nicht enthalten, denn es gibt noch eine idyllische Variante vorbei am Heidweiher und durch das Happelter. Wer also nachfahren möchte, kommt in den Genuss dieser neuen Variante.

 

In Boisheim ließen wir die Kirche rechts liegen und fuhren durch das Gebiet, in dem vor einigen Monaten ein Tornado gewütet und beträchtliche Schäden hinterlassen hatte. Hiervon war immer noch einiges zu sehen. Vorbei an der Gaststätte Zum Schänzchen (hat in der Woche Mittags leider geschlossen) erreichten wir die Breyeller Seen und erfreuten uns an der schönen Landschaft.

Auch wenn Peter meinte, dass es noch viel schönere Stellen zum fotografieren gäbe, ließ ich mich nicht abhalten, diese Stimmung festzuhalten und natürlich auch unsere Gruppe, die wieder mal zu einer fotografischen Zwanspause angehalten hatte.

Zu unserem Mittagsziel waren es jetzt nur noch wenige Kilometer und Peter schaffte es, uns bis kurz vor dem Lokal auf Waldwegen zu belassen. Und weil es das Wetter zuließ, kamen wir alle im Biergarten unter und harrten der Dinge, die jetzt folgen sollten.

Über gigantische Bockwurst, Rheinische Muscheln und "halve Kippe mit Fritten" war so alles vertreten und auch den Getränken wurde reichlich zugesprochen. Die Stimmung war so gut, das Siggi und Manni bei der Abreise den örtlichen Erlebnisbrunnen zu einem Fahrradparkours nebst Waschstraße umfunktionierten.

Dann ging es nur ein Stück auf gleicher Strecke zurück bis zu einem Abzweig, der es uns erlaubte, die Aussicht auf die Seen von der ehemals gegenüberliegenden Seite zu bewundern. Wie man sieht, ist die Stimmung bestens.

Zurück hielten wir uns über Dyk Richtung Süchtelner Höhen, die wir selbst aber mieden, denn Peter hatte hier auf diesem Stück noch etwas mit uns vor. Wir hatten den Eindruck, dass er sämtliche Schleichwege gefunden hatte, mit der diese Gegend aufwarten kann. So erreichten wir in Viersen dann ein Gebiet mit kleinen Seen und einer Mühle, von der ich in all den Jahren, in denen ich schon in Mönchengladbach wohne, noch nie etwas gesehen oder gehört habe. Wirklich, das muss man mal nachfahren.

Kurz vor Überqueren der Kölnischen Straße trennten wir uns dann von drei Radlern, denen der unser Weg zu weit weg von ihrem Zuhause geführt hätte. Wir selbst erreichten noch einen Reiterhof und hielten uns dann Richtung Niers bis zum Nordkanal.

Alle hatten von dieser schönen Radtour noch lange nicht genug, darum ging es jetzt den Nordkanal Richtung Donk entlang und von dort zur Trabrennbahn. Dann immer vorbei an der Niers um schließlich in Neersbroich die Nachschau vorzunehmen, ob der Biergarten der Bolten Brauerei noch geöffnet hat. Super. Hatte er, und zum Abschluss gab es dann noch ein herrliches Bolten-Uralt vom Fass.

 

Ein besonderer Dank geht an Peter, der uns diese tolle Strecke geschenkt hat.

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