Radtour nach Erkelenz - Pizzeria Riva

Heute hatte ich für mich gar keine Radtour geplant. Auf dem Terminkalender stand 16:00 Kochen. Das ist die Kochrunde, die so alle 4 bis 8 Wochen im Freundeskreis stattfindet und in der die Herren alles vorbereiten und die Damen später zum gemeinsamen Genuss hinzukommen. Das Kochen fiel aber kurzfristig wegen der Erkrankung der Gastgeber aus und so kam ich doch noch dazu an der Radtour teilzunehmen und am Abend zum Gucken des Pokalspiels der Borussia. Mann oh Mann. Hätte doch das Kochen stattgefunden. 0:5 für die Gäste. Grauslich.

 

Ganz anders aber die Radtour, die Peter ausgearbeitet hatte. Nach Erkelenz sollte es gehen auf Wegen, die wir so noch nicht gefahren sind. Treffpunkt war diesmal der Parkplatz an der Berufsschule Ecke Steinsstraße/Mülgaustraße. Also für Heinz und Gertrude eine nicht ganz kurze Anreise. Dafür ging es dann aber gleich sehr schön bis Wickrath an der Niers entlang, eine Strecke also die Mitbürger mit Wohnsitz in Venn nicht alle Tage fahren.

Kurz hinter Schloss Wickrath klingelte dann ein Handy und läutete nicht nur ein Gespräch, sondern für uns auch die erste Pause ein. Wir folgten dann weiter der Niers um uns in Höhe von Wickrathberg dann in Richtung Segelflugplatz zu bewegen. Danach ging es am Golfplatz vorbei, auf dem aber heute nichts los war. Durch Kuckum und Unterwestrich ging es danach in Richtung Beverath um dann auf den nächsten Flugplatz zu stoßen. Hmmm. Das Ultraleichtfluggelände hat keiner gesehen? Steht jedenfalls auf der Karte. Also nächstes Mal besser aufpassen :-)

Weiter ging es dann durch Kückhoven und "Immerrath neu" nach Bellinghoven. Der Ortskern erfreut hier den Besucher mit einem wunderschönen Teich, der immer eine Pause und ein Bild wert ist.

Kurz danach mussten wir improvisieren. Denn die Durchfahrt zur Tenholter Straße war durch Bauarbeiten versperrt. Versperrt ist nicht ganz richtig, denn der Weg war komplett weggebaggert worden. Also kurzer Schlenker zum kleinen Weg neben den Bahngleisen und nach einer kleinen Umfahrung waren wir wieder auf Kurs.

 

So ging es dann hinein in die Erkelenzer Halbrunde. Einfach Peters Lieblingsstrecke. Wenn man ihn lässt, fährt er die auch gleich zweimal. Dem Siggi knurrte schon der Magen und er wies des öfteren darauf hin, dass wir zum Italiener jetzt wohl abbiegen müssten. Doch unser Peter hatte noch nicht genug Runde. Zugegeben hatte er Recht damit, denn die Umfahrung von Erkelenz ist auf dieser Strecke wirklich sehr sehenswert. Aber alles hat ein Ende, so auch Peters Runde und wir fanden uns dann alle in der Pizzeria Riva ein, in der Siggi schon vor uns Platz genommen hatte.

 

Und es wurde jetzt auch Zeit mit unserer Ankunft, denn leichter Regen hatte eingesetzt. Aber wir saßen jetzt im Trockenen und sollten das Glück haben, dass die Nässe nicht einmal die ganze Mittagspause durchhielt.

Die Auswahl der Speisen war einfach. Nr. 68 !!!!!  Spaghetti mit Scampis sind hier immer der Renner. Bestellten alle bis auf Peter, der nicht weiß, wie Scampis schmecken. So musste er bei seiner Pizza bleiben. Und wir warteten bei einem herrlichen Primitivo auf unser Essen. Mit Kamillentee kann man auch warten, muss dann aber einen fürchterlichen Blick des Kellners ertragen können.

 

Summa sumarum war es lecker, aber nicht so lecker wie sonst. Denn die Scampis hatte man nur ziehen lassen und sie nicht gebraten. Und in der Schale gebraten mit Knoblauch und ein bißchen Chili sind sie einfach köstlicher. Dafür war der abschließende Grappa aber wieder versöhnend und er lockerte, wie man sieht, auch die Stimmung.

Nach dem Heinz beim Anstoßen schon moniert hatte: "Kein Stößchen ohne Angucken" rollt er sich etwas später über den Typ ab, der nach eigener Aussage bei frühkindlichen Doktorspielen immer den Chefarzt für sich reklamiert hatte.

 

Gut gelaunt hieß es aufsatteln und sich zur Rückfahrt rüsten, die uns erst einmal erneut Peters Rundfahrt um Erkelenz bescherte und uns dann über Mennekrath hinaus aus Erkelenz führte. Nach Genholland und Mennrath ging es dann Richtung Stadtwald, wo sich unsere Gruppe in alle Winde zerstreute und die Teilnehmer die individuellen Heimfahrten antraten.

Die Strecke, die Peter ausgearbeitet hatte, ist es wert, erhalten zu werden. Werde ich wohl noch öfter fahren. Hier wie immer die näheren Angaben dazu.

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Strecke als GPX-Datei
Erkelenz 31_10_18.gpx
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