Radtour nach Grefrath - Flughafen Niershorst

Wer hat den Schönsten? Das war die Bildidee, als ich den blauen Napoleonverschnitt auf unserer ersten Pause heute entdeckte. Und da der blaue Bonaparte dann wohl doch etwas zu eintönig gewesen wäre, standen Friedel und Heinz bereitwillig Modell für unser Auftaktfoto.

Da der Napoleon dann doch irgendwann etwas auf die Mütze bekommen hatte, waren wir heute froh, dass unsere Helme nur der Vorsorge dienen mussten auf einer beschaulichen Tour nach Grefrath. Gefühlt duzende Mal schon gefahren, waren die Varianten, die Peter vorgesehen hatte, abseits der Niers gelegen und man hatte den Eindruck, eine völlig neue Tour zu fahren.

Da die eingelegten Pausen bestimmten Ritualen folgen, könnte man bei dem Becher jetzt auf dumme Gedanken kommen. Nein, er war nicht von der Charité, er war von der Mosel. Heinz hatte es sich nehmen lassen, einen hervorragenden weißen Glühwein aufzukochen mit dem er die stets mehr dem Alkohol zugeneigten Herren beglückte. Die notorisch Wasser trinkenden Damen sahen freiwillig und etwas frierend zu. Und schon ging es auch weiter.

Das Warmgetränk war jedenfalls zum Abheben lecker, wenngleich die dies symbolisierenden Protagonisten auf dem Bild gerade in eine andere Richtung unterwegs waren. Unsere Strecke führte uns über Süchteln und die ersten Osterglocken waren dann für mich Grund für einen Fotostopp.

Kalt, aber glücklich erreichten wir das Lokal am Flughafen Niershorst. Wir waren die ersten Gäste. Irgendwie waren die über 30 km der Anfahrt wie im Flug vergangen. Es war auch erst 12:30. Wir waren also recht geschwind unterwegs gewesen. Altersgerecht waren die Seniorenteller der Renner, wobei ich mich gefreut hätte, wenn das Schnitzel Hawai auch die dazu gehörenden Temperaturen draußen mit geliefert hätte.

So machten wir uns gesättigt, aber leicht angefroren auf den Rückweg. Unser Eindruck war, dass es im Laufe des Tages noch kälter geworden war, schließlich hatte beim Start in Giesenkirchen sogar noch die Sonne geschienen. Diese hatte sich jetzt aber ganz zurückgezogen.

Ein paar Landschaftseindrücke müssen natürlich sein. Kopfweiden, geschnitten oder nicht, gehören für unsere Landschaft einfach dazu und mit einem schönen Motiv im Vordergrund wirken sie noch besser.

 

Den ein oder anderen überraschenden Schlenker machte der Peter um uns dann zur Clörather Mühle zu führen. Hier sollte es nochmal den Rest vom hervorragenden Glühwein geben. Doch der war zwischenzeitlich irgendwie verflogen. Das Gewicht der Flasche täuschte stark über die Menge den Inhaltes hinweg und es kam nur noch ein Tröpfchen heraus. Wobei das Tröpfchen, dass an des Ausschenkers Nase hing, Peters allergrößte Sorge war. War es im Glas oder daneben gelandet? Egal, im Glas war eh nichts drin und dieses Rätsel musste nicht mehr aufgelöst werden.

So kam das Fläschchen unverrichteter Dinge wieder ins Täschchen. Und wir machten uns auf den Heimweg, auf dem, wie wir das schon kennen, die Truppe nach der Regel der zehn kleinen Negerlein bis Giesenkirchen immer kleiner wurde.

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Strecke als GPX-Datei
Niershorst_27. März 2019.gpx
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