Radtour nach Dülken - Gaststätte Dammer

Obwohl heute die Sonne schon herrlich auf das frühlingshafte Mönchengladbach schien, war es draußen doch recht frisch. Ein kräftiger Wind sorgte dafür, dass es auf dem Rad zunächst nicht gemütlich wurde. Schon an der ersten Ecke wurde eine Pause eingelegt, um den Fahrradhelm mit einer Schutzhülle zu versehen. Es war einfach zu kalt.

Aber bei dem blauen Himmel war es natürlich eine Freude, durch die erwachende Natur zu fahren. Und so hielt ich an einigen Stellen an, um alles im Bild festzuhalten. Zwei Pferde standen fotogen im Licht und auch diese sollten auf die Chipkarte. Doch kaum hatte ich angehalten, schoss eine Furie aus dem Bauernhof und klagte lautstark die Persönlichkeitsrechte ihres Gauls ein, der doch nicht unerhörtermaßen einfach fotografiert werden durfte. Ob sie glaubte, ich hätte ihr den Gaul ausspannen wollen? Vielleicht sogar für einen Sauerbraten schon in Betracht gezogen? Ihren ganz geliebten, einzigartigen, vergötterten, aber dennoch schlimm nach Pisse stinkenden Klepper? Nun denn, dann fotografiere ich halt Kühe und meine Frau mahnte gleich zur Vorsicht: "Halt da läuft auch jemand rum!" - Aber zum Glück sind die meisten Menschen noch ganz normal und haben nichts dagegen, wenn man eine Kuh fotografiert.

So kamen wir gemütlich, aber kopfschüttelnd zum Treffpunkt an der Niersbrücke, an der Gertrude schon auf uns wartete. Nach kurzer Zeit war die Gruppe dann auf 9 Personen angewachsen und es konnte los gehen. Nach längerer Pause war auch Karl wieder dabei und ich bin immer wieder aufs Neue verwundert, wie fit er in seinem hohen Alter noch ist.

Peter hatte sich angeboten, für heute eine Strecke zusammen zu stellen. Und die hatte es in sich. Da er viel unterwegs ist, kennt es eine Menge schöner Nebenwege und so war die Fahrt eine Genuss. Zuerst ging es ein Stück die Niers entlang um dann in den Nordkanal abzubiegen. Diesem folgten wir dann bis zu unserer ersten Pause.

Ist das nicht eine tolle Szene mit den herrlichen Schatten. Ich bin immer wieder erstaunt, was die Kameras der modernen Smartphones heute zu leisten imstande sind. Während ich auf Motivsuche war, genoß Siggi die Pause auf seine Weise:

Beim Suchen nach Motiven für diesen Bericht, entdecke ich dann noch einen besonderen Baum, den ich nicht vorenthalten möchte. Groß, mächtig und kräftig war er gewachsen, aber in der Krone übersäht mit unzähligen Mitessern, davor ein Stab wie ein erhobener belehrender Zeigefinger und rechts daneben ein staunender kleiner Baum im Hintergrund. Warum erinntert mit dieses Motiv nur so an mein Heimatland?

Ab hier verließen wir den Nordkanal und hielten uns Richtung Viersen wo wir in Beberich an einer Mühle Rast für das Gruppenfoto machten. Peter meinte, das ginge so nur im Frühjahr, weil später alles zugewachsen sei, und man nicht mehr den schönen freien Blick auf die Mühle hätte.

Auf weiterhin sehr schönen Wegen erreichten wir dann unser Ziel Dülken mit dem Restaurant Dammer. Nachdem alle Fahrräder sicher angekettet waren ging es hinein in die gute Stube, die wie immer brechend voll war. So bekamen wir einen Platz im kleinen kalten Saal, der aber mit einer Gasflamme schnell für uns auf Temperatur gebracht wurde.

Und weil unser Bärenführer heute so schöne Wege gefunden hat, soll er auch im Bild verewigt werden. Zusammen mit einer Erinnerung an den Start der Tour, wobei das Spiegelbild der Furie kaum Ähnlichkeit mit der kleinen Grafik haben und der Wunsch in der Sprechblase wohl auf ewig unerfüllt bleiben dürfte.

Zurück ging es dann durch den Hardter Wald, vorbei am Borussen Stadtion Richtung Ohler.

 

Zum Nachfahren, was sehr zum empfehlen ist, wie immer die Streckenführung mit Karte und GPX-Daten und bestem Dank an Peter.

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Strecke als GPX-Datei
Dammer_vom 10.4. 2019.gpx
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